Shopify Blog: Beiträge, die Suchen vor dem Kauf abholen und zur Collection führen
Der Shopify Blog ist die eingebaute Blog-Funktion, die jeder Shopify-Shop mitbringt und standardmäßig einen Blog namens „News“ enthält. Blogbeiträge holen Suchen vor dem Kauf ab, die passende Collection bedient danach die Kaufabsicht. Jeder Beitrag führt deshalb mit einem Link oder einem Collection-Block zu genau einer Collection. Gemessen wird ein Beitrag daran, ob Leser zur Collection weitergehen und ob aus diesen Sitzungen Umsatz entsteht. Der Blog ist damit ein Baustein von Shopify SEO, der Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Shopify-Shops.
Was der Shopify Blog kann und wo er an Grenzen stößt
Der Shopify Blog ist ein eingebautes Redaktionswerkzeug mit Blogs, Beiträgen, Tags, Kommentaren und Vorlagen, dessen Darstellung das Theme steuert. Grenzen setzt Shopify bei Kategorien, Autorenangaben und Mengen. Die Tabelle nennt je Grenze die Folge und den Abschnitt mit der Lösung.
| Grenze | Folge | Ersatz oder Lösung |
|---|---|---|
| Keine Blog-Kategorien | Themen lassen sich nicht über ein eigenes Kategoriefeld verwalten. | Tags oder weitere Blogs, siehe Struktur. |
| Ein Beitrag gehört zu genau einem Blog | Eine gleichzeitige Zuordnung zu mehreren Blogs ist nicht möglich. | Tags für Querschnittsthemen, siehe Struktur. |
| Autor ist nur ein Name aus dem Mitarbeiterkreis | Ohne Theme-Anpassung fehlt eine Autorenbox mit Biografie. | Autorendaten über Liquid, siehe Autor und Datum. |
| Keine verwandten Beiträge und kein Inhaltsverzeichnis in Dawn | Die Beitrags-Section kennt nur Titelbild, Titel, Inhalt, Teilen und App-Blöcke. | HTML, Metafelder oder App-Blöcke, siehe Beitragsaufbau. |
| Tag-Seiten ohne eigenen Suchmaschineneintrag | Für einzelne Tags dokumentiert Shopify keinen eigenen Eintrag. | URLs und Theme-Ausgabe prüfen, siehe Tag-Seiten. |
| Ein Collection-Block pro Vorlage | Eine feste Section-Einstellung gilt für alle Beiträge dieser Vorlage. | Metafeld und dynamische Quelle, siehe Collection-Wege. |
| Zeichen- und Mengengrenzen | Blog-Titel, Beitragstitel und Tags: 255 Zeichen; 1.000 Vorlagen; je Seite 50 Beiträge und 50 Kommentare; 256 Metafeld-Definitionen je Typ. | Vorlagen und Metafelder, also zusätzliche Datenfelder, gezielt einplanen. |
Kommentare sind bei neuen Blogs aus und lassen sich mit Freigabe oder automatischer Veröffentlichung erlauben; Shopify prüft alle auf Spam. Die Shop-Suche zeigt zu einem gesuchten Tag passende Beiträge.
Blog, Handle und ersten Beitrag anlegen: Felder mit SEO-Folgen
Blog-Handle und Beitragsfelder sind die SEO-relevanten Einstellungen beim Anlegen. Sie bestimmen URLs, Vorschau, Vorlage und Veröffentlichungszeitpunkt. Der Suchmaschineneintrag der Blogseite ergänzt eigene Angaben für Titel und Beschreibung, während Shopify den Handle eines Beitrags automatisch erzeugt.
Den Blog legst du unter Inhalt > Blogbeiträge > Blogs verwalten > Blog hinzufügen an. Beiträge erstellst du unter Inhalt > Blogbeiträge.
- Blog-Handle: Der Handle ist der änderbare letzte Teil der URL und steht in jeder Beitrags-URL; lege ihn vor dem ersten Beitrag fest. Bei einer Änderung ist „URL-Weiterleitung erstellen“ vorausgewählt; ob alle Beitrags-URLs weitergeleitet werden, dokumentiert Shopify nicht, also prüfe eine alte Beitrags-URL. Der Suchmaschineneintrag der Blogseite umfasst Seitentitel, Meta-Description und URL-Handle. Shopify nennt 70 Zeichen für den Titel und 160 für die Beschreibung, ab denen Suchergebnisse kürzen können.
- Beitrags-Handle: Shopify erzeugt ihn automatisch aus dem Titel und verwendet ihn in der Beitrags-URL. Die Zeichenwerte einzelner Beiträge stehen unter Titel und Meta-Description im Shopify-Admin.
- Titelbild und Alt-Text: Das Titelbild erscheint auf der Blogseite als Vorschau und in Dawn über den Block Titelbild im Beitrag. Alt-Text lässt sich direkt am Titelbild setzen und beschreibt den Bildinhalt.
- Auszug: Ein eigener Auszug bestimmt die Vorschau auf der Blogseite. Ohne ihn zeigt Shopify einen Teil des Beitragstexts, jedoch ohne Links, Bilder und Formatierung.
- Theme-Vorlage je Beitrag: Über das Feld „Theme-Vorlage“ erhält ein einzelner Beitrag eine eigene Vorlage. Damit lassen sich seine Sections unabhängig von anderen Beiträgen gestalten.
- Sichtbarkeit: Neue Blogbeiträge bleiben ausgeblendet, bis du sie veröffentlichst. Im Bereich Sichtbarkeit planst du das Veröffentlichungsdatum über das Kalender-Symbol oder datierst den Beitrag zurück.
Ein Blog mit Tags oder mehrere Blogs als Kategorien
Ein Blog mit Tags ist eine Struktur, in der alle Beiträge unter einem Blog-Handle liegen und Tags die Themen filtern. Zusätzliche Blogs sind die Alternative: Jedes Thema bekommt eine eigene Blogseite mit eigenem Pfad. Die Wahl bestimmt URL-Pfad, Suchmaschineneintrag, Vorlage und Navigation für jedes Thema.
| Kriterium | Ein Blog mit Tags | Mehrere Blogs |
|---|---|---|
| URL eines Beitrags | /blogs/<blog-handle>/<beitrags-handle> | Dasselbe Muster; der Blog-Handle kann das Thema tragen. |
| Themenseite | Gefilterte Ansicht unter /tagged/. | Eigene Blogseite je Thema. |
| Eigener Suchmaschineneintrag | Für einzelne Tags ist keiner dokumentiert. | Eigener Eintrag je Blogseite. |
| Eigene Vorlage | Eine Vorlage für die Blogseite; Beitragsvorlagen sind separat möglich. | Ein Blog kann eine eigene Vorlage erhalten; alle seine Beiträge nutzen sie. |
| Querschnittsthemen | Mehrere Tags ordnen einen Beitrag zusätzlich. | Das Hauptthema liegt im Blog; Tags bleiben zusätzlich nutzbar. |
| Navigation | Tag-Links benötigen eine Ausgabe im Theme. | Blogseiten lassen sich als getrennte Themeneinstiege verlinken. |
| Wechsel des Themas | Tags am bestehenden Beitrag anpassen. | Die Blog-Zuordnung betrifft den URL-Pfad des Beitrags. |
Eine Themenseite mit eigenem Suchmaschineneintrag braucht einen eigenen Blog. Ein Thema, das nur innerhalb eines Blogs filtern soll, kommt mit Tags aus.
Zusätzliche Blogs haben eigene Kosten. Jeder Blog braucht einen Eintrag in der Navigation, den du unter Inhalt > Menüs selbst anlegst. Tags filtern nur innerhalb eines Blogs, weil Liquid die Tags je Blog über blog.all_tags bereitstellt. Ein Beitrag zu 2 Themen bekommt deshalb einen Heimat-Blog, das zweite Thema erreicht er über einen Textlink. Ein Blog mit Tags hat die umgekehrten Kosten: Die Themenseiten unter /tagged/ haben keinen dokumentierten Suchmaschineneintrag, und Dawn verlinkt sie nicht.
Bei der Migration von BARFERS WELLFOOD, einem Tierfutter-Shop, zu Shopify habe ich die Blogstruktur verantwortet. Der Shop nutzt 12 Shopify-Blogs als Themenkategorien: news, gesundheit, ernaehrung, lifestyle, barf, hundesportarten, hundespielzeug, erziehung, hunderassen-ernaehrung, obst-gemuese, katzenrassen-ernaehrung und barf-blog. Das Thema steht damit im URL-Pfad jedes Beitrags.
Tag-Seiten unter /tagged/: was Shopify festlegt und was du prüfst
Eine Tag-Seite ist eine gefilterte Ansicht eines Blogs, die Shopify unter /tagged/ ausliefert. Sie zeigt nur Beiträge mit einem bestimmten Tag oder einer Tag-Kombination. Für die Prüfung sind URL-Aufbau, robots.txt, Theme-Ausgabe, Seitentitel und Canonical entscheidend.
Shopify hängt /tagged/<tag-handle> an die Blog-URL, etwa /blogs/main/tagged/news. 2 oder mehr Tags verbindet Shopify mit +, etwa /blogs/main/tagged/news+breaking.
In der Standard-robots.txt des Shopify-Demoshops mit Dawn steht Disallow: /blogs/*+*. Kombinierte Tag-URLs sind damit für Crawler gesperrt, einzelne /tagged/-Seiten nicht.
Im Quelltext von Dawn gibt weder die Blogseite noch der Beitrag Tag-Links aus. Liquid, die Template-Sprache von Shopify, stellt alle Tags über blog.all_tags bereit. Der Filter link_to_tag erzeugt einen Link auf den nach einem Tag gefilterten Blog.
Im Quelltext von Dawn beginnt der Seitentitel einer Tag-Seite mit dem Seitentitel des Blogs. Es folgen der Zusatz „tagged“ mit den Tag-Namen, ab Seite 2 die Seitenzahl und der Shopname. Eine eigene Meta-Description für Tag-Seiten gibt es nicht. Shopifys Sitemap-Hilfe nennt Produkte, Seiten, Collections, Blogbeiträge und eigene Sitemaps für Blogs, aber keine Tag-Seiten.
Drei Varianten stehen zur Verfügung:
Tags nur intern nutzen und keine Tag-Links im Theme ausgeben.
Tag-Links über
link_to_tagausgeben und anschließend Canonical und Seitentitel im Quelltext prüfen.Ein Thema mit eigener Seite als eigenen Blog führen.
Variante 1 entspricht dem Verhalten von Dawn: Der Shop verlinkt selbst keine Tag-Seite. Variante 2 macht Tag-Seiten zu internen Linkzielen, deren Seitentitel aus Blogtitel und Tag-Namen entsteht. Variante 3 gibt dem Thema eine Blogseite mit eigenem Suchmaschineneintrag und eigener Vorlage.
Den Canonical prüfst du im Seitenquelltext einer Tag-Seite. Der Canonical ist die Angabe der bevorzugten URL. Suche nach rel="canonical" und vergleiche die ausgegebene Adresse mit der Blog-URL. Welchen Canonical Shopify für Tag-Seiten setzt, ist nicht dokumentiert.
Themen für Suchen vor dem Kauf finden
Themen für den Shopify Blog leiten sich aus den Collections ab, die ranken sollen. Die Keyword-Recherche prüft jede Frage vor dem Kauf gegen die sichtbaren Suchergebnisse. Vor dem Schreiben erhält jeder Beitrag genau eine Ziel-Collection für die interne Verlinkung.
Sammle für jede Collection, die ranken soll, Fragen vor dem Kauf: Auswahl, Anwendung und Pflege, Vergleich und Probleme. Ergänze Kundenfragen aus Support und Bewertungen.
Prüfe die Suchergebnisseite (SERP) für jede gesammelte Frage. Zeigt Google Shops und Kategorieseiten, gehört die Anfrage auf die Collection. Zeigt Google Ratgeber und Videos, gehört sie in den Blog.
Öffne in der Search Console den Leistungsbericht und prüfe Anfragen sowie Seiten. Fragen, für die eine Collection rankt, sind Kandidaten für Blogbeiträge.
Gib jedem Thema vor dem Schreiben genau eine Ziel-Collection. Jeder Blogbeitrag beantwortet seine Frage und verlinkt seine Ziel-Collection.
Ein erfundenes Beispiel zeigt den Ablauf: Ein Shop für Outdoor-Ausrüstung will mit der Collection Wanderschuhe ranken. Vor dem Kauf fragen Kunden, wie man Wanderschuhe einläuft, ob Leder oder Synthetik besser passt und warum Schuhe drücken. Zeigt die Suchergebnisseite für diese Fragen Ratgeber und Videos, wird jede Frage ein Beitrag. Jeder dieser Beiträge verlinkt die Collection Wanderschuhe mit genau diesem Begriff als Anker.
Rankt ein Ratgeber für eine Kaufanfrage statt der Collection, zeigt die Search Console das über die Kombination aus Anfrage und Seite. Nimm den Kaufbegriff aus Titel und H1 des Beitrags. Verlinke anschließend die vorgesehene Collection.
Als Beitragstypen schlägt Shopify Geschenk-Ratgeber, Roundups als Sammlungen von Ressourcen, How-tos und Interviews vor. How-to-Beiträge können eigene Produkte in den Schritten oder der Materialliste nennen und laut Shopify dadurch den Verkauf fördern.
Ein Beispiel außerhalb von Shopify ist die Vergleichsseite eines Telko-Shops: sparhandy.de rankt mit seinem iPhone-Vergleich auf Platz 2 für „iphone vergleich“. DataForSEO meldet im August 2026 33.100 Suchanfragen pro Monat. Die Seite bringt geschätzt rund 5.400 Besucher pro Monat, Sistrix zeigt Top-3-Rankings seit 2018. Der Vergleich verbindet offene Auswahlfragen mit der Kaufentscheidung.
Vom Blogbeitrag zur Collection: Textlink, Section und Metafeld
Ein Link zur Collection ist der Übergang vom Ratgeber zur Kaufabsicht. Shopify bietet dafür 4 Wege: Textlink, Section, Metafeld mit dynamischer Quelle oder App-Block. Nur das Metafeld zeigt pro Beitrag eine andere Collection, ohne die Vorlage zu wechseln.
| Weg | So geht es in Shopify | Grenze |
|---|---|---|
| Textlink im Editor | Im Fließtext auf die Ziel-Collection verlinken. | Der Link muss im jeweiligen Beitrag stehen. |
| Section in der Beitragsvorlage | „Featured collection“ in die Vorlage einfügen. | Die feste Einstellung gilt für alle Beiträge der Vorlage. |
| Metafeld mit dynamischer Quelle | Collection-Referenz mit der Section-Einstellung verbinden. | Einrichtung in Admin und Theme-Editor nötig. |
| App-Block | App-Block in der Beitrags-Section platzieren. | Der Funktionsumfang hängt von App und Theme ab. |
Der Ankertext eines Textlinks nennt den Begriff, für den die Collection ranken soll. Die interne Verlinkung folgt dem Grundsatz ein Begriff, ein Ziel. Ein wiederkehrender Begriff verweist immer auf dasselbe Ziel. Produktlinks und Collection-Links führen auf unterschiedliche Seitentypen und brauchen deshalb eigene Ankertexte.
Eine Section ist ein Inhaltsblock im Theme-Editor. Im Quelltext von Dawn ist „Featured collection“ auch in der Beitragsvorlage nutzbar. Die Collection-Einstellung von „Featured collection“ gilt für alle Beiträge, die dieselbe Vorlage verwenden. App-Blöcke sind Bausteine installierter Apps; die Beitrags-Section von Dawn lässt sie über den Block-Typ @app zu.
Metafeld und dynamische Quelle
Für wechselnde Zielseiten legst du unter Einstellungen > Metafelder und Metaobjekte eine Metafeld-Definition für Blogbeiträge vom Typ Collection an. Der Typ verweist mit collection_reference auf eine bestehende Collection. Wähle die Collection im Beitrag. Verbinde danach die Collection-Einstellung der Section über „Dynamische Quelle verbinden“. Eine dynamische Quelle verknüpft eine Section-Einstellung mit einem Metafeld. Verfügbar sind die Metafelder der Ressource, zu der die Vorlage gehört. Für eine Beitragsvorlage sind das die Metafelder des jeweiligen Blogbeitrags. Im Theme-Editor öffnest du dazu die Beitragsvorlage, fügst „Featured collection“ hinzu und klickst bei der Collection-Einstellung auf das Symbol „Dynamische Quelle verbinden“.
In meinem eigenen Shopify-Shop LORA nutze ich den Aufbau aus Metafeld und dynamischer Quelle. Eine Beitragsvorlage zeigt dort je Beitrag eine andere Collection.
Shopifys Vorlage für Geschenk-Ratgeber zeigt den Inhalt eines passenden Produktblocks. Jedes Produkt erhält Bild, Produktdetails, Name, Preis und einen Link zum Produkt im Shop. Eine kurze Begründung erklärt, warum das Produkt zur Frage des Beitrags passt.
Die Auswahl und Optimierung der Zielseite beschreibt der Artikel zu Shopify Kategorien. Für Suchen mit Kaufabsicht ranken Kategorieseiten, nicht die Startseite und selten das einzelne Produkt.
Aufbau eines Beitrags im Shopify-Editor
Ein Beitrag im Shopify-Editor ist ein Rich-Text-Dokument mit Überschriften, Bildern, Tabellen und einer HTML-Ansicht. Die H1 erzeugt Shopify selbst aus dem Beitragstitel. Alles darunter strukturierst du im Editor.
Der Editor bietet Überschrift 1 bis 6. Setzt du im Text eine Überschrift 1, hat die Seite eine zweite H1. Bilder im Text erhalten einen Alt-Text, Tabellen lassen sich direkt einfügen.
Über „HTML anzeigen“ ergänzt du Sprungmarken und verlinkst daraus ein Inhaltsverzeichnis. Dawn bringt keines mit. FAQ-Inhalte stehen entweder als normaler Text im Beitrag oder in einem Metafeld, das eine Section ausgibt.
Shopify empfiehlt mindestens 500 Wörter für Blogbeiträge. Google schreibt, es habe keine bevorzugte Wortzahl.
Sidekick ist der KI-Assistent im Shopify-Admin und kann Titel und Inhalt erzeugen. Generierte Texte können laut Shopify nicht angegebene Produktvorteile enthalten; der Händler bleibt für ihre Richtigkeit verantwortlich.
Massenhafte Content-Produktion ist für mich kein Differenzierungsmerkmal für gutes SEO. Ein Beitrag muss die Suchfrage beantworten und den passenden nächsten Schritt verlinken.
Autor, Datum und Article-Markup im Shopify Blog
Die Autorenzeile ist die sichtbare Angabe, wer einen Shopify Blogbeitrag geschrieben hat. Zusammen mit Datum und Article-Markup weist sie Herkunft und Aktualität aus. Shopify begrenzt die Autorenauswahl auf den Mitarbeiterkreis, das Theme steuert die sichtbaren Angaben.
Als Autor kann nur der Shop-Inhaber oder ein Mitarbeiter mit Admin-Zugang ausgewählt werden. Gastautoren legst du als Mitarbeiter an. In Dawn ist „Autor anzeigen“ standardmäßig aus; bei aktivierter Option erscheint nur der Name über article.author.
Über article.user liefert das Liquid-Objekt user unter anderem bio, image und homepage aus dem Mitarbeiterkonto. Ein Theme kann daraus eine Autorenbox mit Kurzbiografie, Bild und Website ausgeben. Die Bio gibt ein Theme zum Beispiel mit {{ article.user.bio }} aus. Ist im Mitarbeiterkonto keine Bio hinterlegt, liefert Liquid nil, und die Box bleibt leer. Google fragt in seinen Kriterien für hilfreiche Inhalte: „Haben Seiten eine Autorenzeile, wo man sie erwarten würde?“
Dawn zeigt als Datum article.published_at, also die Veröffentlichung. Liquid kennt zusätzlich updated_at für die letzte Änderung. Nach einer Überarbeitung bleibt das sichtbare Datum gleich, solange das Theme nur published_at ausgibt.
Der Liquid-Filter structured_data gibt für einen Beitrag strukturierte Daten als schema.org-Article aus. Dawn bindet ihn in der Beitragsvorlage ein. Bei anderen Themes suchst du im Quelltext nach "@type":"Article" oder nutzt den Rich-Results-Test.
Google unterstützt Article, NewsArticle und BlogPosting, ohne Pflichtfelder. Empfohlen sind unter anderem author, datePublished, dateModified, headline und image. Details zum Filter stehen unter strukturierte Daten in Shopify-Themes.
Messen, was der Shopify Blog zum Umsatz beiträgt
Die Messung des Shopify Blogs verbindet Search Console, Google Analytics 4 und Shopify-Berichte. Sie zeigt, welche Beiträge Sitzungen starten, wohin Leser weitergehen und ob daraus Umsatz entsteht. Die Zielgrößen richten sich nach der Aufgabe des Ratgeber-Bereichs.
| Werkzeug | Bericht und Filter | Frage, die er beantwortet |
|---|---|---|
| Google Search Console | Leistungsbericht mit Anfragen und Seiten; Filter „URLs, die Folgendes enthalten“ auf /blogs/. | Welche Anfragen gehören zu welchen Blogseiten? |
| Google Analytics 4 (GA4) | Bericht „Landingpage“ mit Schlüsselereignissen und Gesamtumsatz; Pfadexploration ab Landingpage. | Welche Ergebnisse entstehen nach dem Einstieg über einen Beitrag? |
| Shopify-Berichte | „Sitzungen nach Landingpage“ unter Analysen. | Auf welchen Seiten beginnen Sitzungen? |
Mögliche Zielgrößen sind der Weitergang zur Collection, Umsatz aus Sitzungen mit Blog-Einstieg und Newsletter-Anmeldungen. Jede Größe misst eine andere Aufgabe des Bereichs.
Die Search Console vergleicht Ratgeber und Kategorieseiten, wenn du den Leistungsbericht 2-mal filterst: einmal auf URLs mit /blogs/, einmal auf URLs mit /collections/. Der Vergleich zeigt, wie sich Klicks und Impressionen auf beide Seitentypen verteilen. Der Tab Anfragen in der Blog-Ansicht zeigt, ob Beiträge Kaufbegriffe abbekommen, die der Collection gehören.
GA4 zeigt im Bericht „Landingpage“ mit einem Filter auf /blogs/ die Schlüsselereignisse und den Gesamtumsatz der Sitzungen, die mit einem Beitrag beginnen. Eine Pfadexploration mit einem Beitrag als Startpunkt zeigt die 5 häufigsten Folgeseiten. Steht die Ziel-Collection dort nicht, erreicht der Link im Beitrag die Leser nicht. Der Shopify-Bericht „Sitzungen nach Landingpage“ liefert die Einstiegsseiten direkt im Shop-Admin, ohne GA4.
Ein Kundenprojekt mit gewachsenem Online-Shop und großem Ratgeber-Bereich zeigt die Verteilung: In 12 Monaten kamen 87,7 % des organischen Traffics über Ratgeber-Inhalte. Auf Kategorie- und Produktseiten entfielen 6,5 %, auf Startseite und Brand-Suchen 5,7 %. Ein SEO-Audit für Online-Shops trennt Ratgeber- und Shop-Seiten und priorisiert beide mit eigenen Zielen.
Ratgeber-Bereiche können auch bei geringem Umsatz eine Daseinsberechtigung haben. Markenaufbau, Newsletter-Anmeldungen und Fragen von Bestandskunden sind eigene Ziele. Jeder Bereich braucht dafür passende Zielgrößen.
Beiträge löschen und weiterleiten
Beim Löschen wird die Beitrags-URL zur Fehlerseite mit Status 404. Erst dann greift eine Weiterleitung; solange die URL noch lädt, bleibt sie wirkungslos. Leite auf die passende Collection oder den thematisch nächsten Beitrag weiter. Bekommt der Beitrag in der Search Console noch Klicks, spricht das für eine Überarbeitung statt einer Löschung.
Wann der Blog das falsche Werkzeug ist
Gibt es für die Produkte kaum Suchnachfrage, sind Ads und Social Media am Anfang meist der schnellere Kanal. Inhalte, die sich selten ändern, gehören als Seite unter Onlineshop > Seiten oder in die Collection. Dazu zählen Größentabellen und Pflegehinweise zu einer Collection.
Ratgeber in KI-Antworten
Generative Engine Optimization (GEO) ist die Optimierung für KI-Antworten und baut auf SEO auf. In einer Auswertung von ChatGPT-Kaufanfragen zu Smartphones mit Vertrag wird eine Shop-Seite, die in den Suchtreffern steht, in 60 bis 91 % der Läufe zitiert. Ratgeber und Vergleiche erreichen 84 bis 94 %. Die Auswertung steht im Artikel GEO für Online-Shops.
Der Shopify SEO Potenzial-Check hilft dir, die nächsten Baustellen für deinen Shop einzuordnen.
Häufige Fragen zum Shopify Blog
Brauche ich eine App für den Shopify Blog?
Für den Blog selbst brauchst du keine App. Apps oder Theme-Anpassungen ergänzen fehlende Funktionen wie Antworten auf Kommentare, verwandte Beiträge, ein Inhaltsverzeichnis oder eine Autorenbox. Die meisten SEO-Apps sind nicht nötig.
Kann ich einen bestehenden WordPress-Blog behalten?
Ja, ein Blog auf einer anderen Plattform wie WordPress bleibt außerhalb von Shopify. Du bindest ihn als Link in der Navigation des Shops ein.
Kann ich einen Beitrag in einen anderen Blog verschieben?
Ein Beitrag gehört zu genau einem Blog, und der Blog-Handle steht in seiner URL. Wechselst du den Blog, ändert sich deshalb der Pfad des Beitrags. Ob Shopify dabei eine Weiterleitung anlegt, dokumentiert die Hilfe nicht. Ruf nach dem Wechsel die alte URL auf und lege bei einer Fehlerseite unter Inhalt > Menüs > URL-Weiterleitungen anzeigen eine Weiterleitung an.
Hat der Shopify Blog einen RSS-Feed?
Ja, Shopify erzeugt für jeden Blog automatisch einen Feed. Die Feed-Adresse ist die Blog-URL mit angehängtem .atom, zum Beispiel https://store.myshopify.com/blogs/blogname.atom.
Let's talk
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