Durchschnittlichen Bestellwert (AOV) berechnen
Der durchschnittliche Bestellwert, im Marketing Average Order Value oder kurz AOV genannt, ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Onlineshop. Mit diesem Rechner ermittelst du ihn in Sekunden nach der Standardformel und drehst die Rechnung auch um: Wie viel Umsatz, wie viele Bestellungen oder welche Conversion-Rate brauchst du für dein Umsatzziel?
Nur eine grobe Einordnung, keine feste Norm. Bestellwerte streuen stark nach Sortiment: günstige Alltagsprodukte liegen eher bei 30 bis 60 €, hochpreisige und B2B-Shops deutlich darüber. Der beste Maßstab sind deine eigenen Zahlen im Zeitverlauf.
Was bringt mehr AOV?
Mehr Umsatz aus dem gleichen Traffic, durch höheren Bestellwert (Cross-/Upselling) statt teurem zusätzlichem Besucher.
Der gleiche prozentuale Aufschlag bringt bei beiden Hebeln denselben Umsatz. Der Unterschied liegt im Aufwand: mehr Bestellwert holst du aus dem Traffic, den du schon hast, mehr Conversion-Rate oder mehr Besucher kosten dich extra.
Versandkostenfrei-Schwelle finden
Eine „versandkostenfrei ab …"-Grenze knapp über dem AOV schiebt Warenkörbe nach oben. Als Faustregel: 10 bis 30 % über dem aktuellen AOV.
Alle Berechnungen laufen ausschließlich in deinem Browser. Es werden keine Eingaben übertragen oder gespeichert.
AOV berechnen: Formel und Rechenbeispiel
Der durchschnittliche Bestellwert wird berechnet, indem du den Umsatz eines Zeitraums durch die Anzahl der Bestellungen im selben Zeitraum teilst. Als Formel:
AOV = Umsatz ÷ Anzahl der Bestellungen
Beispiel: 10.000 € ÷ 200 Bestellungen = 50 €
Wichtig ist die saubere Abgrenzung: Es zählen Bestellungen, nicht Kunden und nicht einzelne Artikel. Ein Kunde mit drei Bestellungen zählt dreifach; eine Bestellung mit fünf Artikeln zählt einfach. Verwende außerdem für Umsatz und Bestellungen exakt denselben Zeitraum, sonst verzerrt sich der Wert.
Wie AOV, Conversion-Rate und Umsatz zusammenhängen
Der AOV steht nicht allein, sondern in einer einfachen Formel, die den gesamten Umsatz eines Shops beschreibt:
Umsatz = Besucher × Conversion-Rate × AOV
Daraus folgt, dass sich der Umsatz über genau drei Hebel steigern lässt: mehr Besucher, eine höhere Conversion-Rate oder einen höheren durchschnittlichen Bestellwert. Genau deshalb kann der Rechner oben nach jeder dieser Größen auflösen: du wählst einfach, was du wissen willst. Der AOV-Hebel ist dabei oft der günstigste, weil er zusätzlichen Umsatz erzeugt, ohne dass du mehr für Werbung ausgeben musst.
Was ist ein guter AOV?
Darauf gibt es keinen allgemeingültigen Zielwert. Ein guter AOV hängt fast vollständig vom Sortiment ab. Als grobe Orientierung, ausdrücklich als Spannbreite, nicht als Norm:
- Günstige Alltagsprodukte (Beauty, Accessoires, Impulskäufe) liegen oft bei rund 30 bis 60 €.
- Mittel- bis hochpreisige Shops (Mode, Möbel, Elektronik) bewegen sich darüber.
- Premium- und B2B-Shops erreichen deutlich höhere Werte, teils im drei- bis vierstelligen Bereich.
Viel wichtiger als der absolute Vergleich mit fremden Shops ist die Entwicklung deines eigenen AOV über die Zeit, und dass ein steigender Bestellwert nicht die Conversion-Rate abwürgt. Der Rechner ordnet deinen Wert nach der Berechnung grob ein.
Und danach: den AOV steigern
Sobald du deinen AOV kennst, ist die logische nächste Frage, wie du ihn hebst. Der direkteste Weg führt über Cross-Selling (passende Zusatzprodukte) und Upselling (die höherwertige Variante): Beides erhöht den Bestellwert, ohne dass du zusätzliche Besucher einkaufen musst. Wie viel ein solcher Uplift konkret an Jahresumsatz bringt, siehst du direkt im Rechner oben.
Die Umsetzung im Shop, von Bundle-Logik über Cross-Sell-Slots bis zu automatisierten E-Mail-Flows, ist genau meine tägliche Arbeit:
Häufige Fragen zum durchschnittlichen Bestellwert
Die wichtigsten Antworten rund um AOV, Berechnung und Steigerung.
Was ist der durchschnittliche Bestellwert (AOV)?
Der durchschnittliche Bestellwert (englisch Average Order Value, kurz AOV) ist der Umsatz, den ein Kunde im Schnitt pro Bestellung ausgibt. Er wird berechnet, indem du den Gesamtumsatz eines Zeitraums durch die Anzahl der Bestellungen im selben Zeitraum teilst. Ein hoher AOV bedeutet, dass jede Bestellung im Mittel mehr Umsatz bringt - ein direkter Hebel, um aus dem vorhandenen Traffic mehr herauszuholen.
Wie berechne ich den AOV (durchschnittlichen Bestellwert)?
Der AOV ist der Umsatz geteilt durch die Anzahl der Bestellungen in einem Zeitraum: AOV = Umsatz ÷ Bestellungen. Beispiel: 10.000 € Umsatz bei 200 Bestellungen ergeben einen AOV von 50 €. Wichtig: Zähle Bestellungen, nicht Kunden oder Artikel, und nimm denselben Zeitraum für Umsatz und Bestellungen.
Wie berechne ich den AOV in Excel oder Google Sheets?
Lege zwei Spalten an (Umsatz und Bestellungen) und teile sie: =Umsatz/Bestellungen, mit Zellbezügen etwa =B2/C2. Für den Durchschnitt über mehrere Zeilen nutzt du =SUMME(Umsatzspalte)/SUMME(Bestellspalte), nicht den Mittelwert der einzelnen AOV-Werte, sonst gewichtest du kleine und große Zeiträume falsch.
Was ist der Unterschied zwischen AOV und Conversion-Rate (CVR)?
Der AOV misst, wie viel ein Kunde pro Bestellung ausgibt; die Conversion-Rate (CVR) misst, welcher Anteil deiner Besucher überhaupt kauft. Beide hängen über eine einzige Umsatzgleichung zusammen: Umsatz = Besucher × Conversion-Rate × AOV. Du kannst deinen Umsatz also über mehr Traffic, eine höhere CVR oder einen höheren AOV steigern. Der AOV ist dabei oft der günstigste Hebel, weil er ohne zusätzliche Werbekosten wirkt.
Was ist ein guter AOV?
Es gibt keinen allgemeingültigen „guten" AOV, er hängt stark vom Sortiment ab. Günstige Alltagsprodukte liegen grob bei 30 bis 60 €, hochpreisige oder B2B-Shops deutlich darüber. Aussagekräftig ist nicht der absolute Wert, sondern die Entwicklung im Zeitverlauf und der Vergleich mit deinen eigenen früheren Zahlen. Ziel sollte sein, den AOV kontinuierlich zu heben, ohne die Conversion-Rate zu verschlechtern.