Kostenloser E-Commerce-Rechner

Verkaufspreis berechnen

Kalkuliere deinen Verkaufspreis in Sekunden - aus Einkaufspreis und Wunsch-Marge oder Aufschlag. Der Rechner zeigt dir Netto- und Bruttopreis, Handelsspanne, Kalkulationszuschlag und Rohgewinn auf einen Blick und dreht die Rechnung auch um: Welche Marge steckt in einem bestehenden Preis, oder wie teuer darf der Einkauf höchstens sein? Dazu ein Modul für den echten Deckungsbeitrag nach Versand, Zahlungsgebühren und Retouren.

Ich möchte berechnen:
%
%
Verkaufspreis (netto)
Was bleibt wirklich übrig? Deckungsbeitrag & echte Marge

Der Rohgewinn ist nicht dein Gewinn. Im E-Commerce fressen Versand, Zahlungsgebühren, Verpackung und Retouren einen guten Teil. Der Deckungsbeitrag zeigt, was pro verkaufter Einheit tatsächlich zur Deckung deiner Fixkosten bleibt.

%
%

Deckungsbeitrag / Stück
Nach Retouren (Ø je behaltener Bestellung)

Versand: Dein Carrier-Aufwand wird mit dem verrechnet, was der Kunde je Order für Versand zahlt - liegt der Bruttopreis dieser Bestellung auf oder über der „Versandkostenfrei ab"-Schwelle (0 = kein Angebot), zahlt der Kunde 0 und du trägst den Versand voll. Verglichen wird der Bruttopreis einer Einheit (Ein-Artikel-Bestellung). Zahlungsgebühren werden auf den Bruttopreis gerechnet (so buchen PSPs wie Stripe/PayPal). Retouren-Annahme: Ware wieder verkaufbar, je Retoure gehen Carrier-Versand und die nicht erstattete Zahlungsgebühr verloren. Fixkosten (Miete, Löhne, Marketing) sind hier bewusst nicht enthalten - der Deckungsbeitrag ist genau der Betrag, der zu ihrer Deckung zur Verfügung steht.

Alle Berechnungen laufen ausschließlich in deinem Browser. Es werden keine Eingaben übertragen oder gespeichert.

Verkaufspreis berechnen: die Formel

Ein Verkaufspreis entsteht, indem du auf deinen Netto-Einkaufspreis (EK) einen Aufschlag legst. Es gibt zwei gleichwertige Wege dorthin - über den Aufschlag auf den Einkauf oder über die gewünschte Marge auf den Verkauf:

VKnetto = EK × (1 + Aufschlag)

VKnetto = EK ÷ (1 − Marge)

Beispiel: 10 € × (1 + 150 %) = 10 € ÷ (1 − 60 %) = 25 € netto

Auf den Netto-Verkaufspreis kommt zuletzt die Mehrwertsteuer für den Bruttopreis, den dein Kunde zahlt: VKbrutto = VKnetto × (1 + MwSt), im Beispiel 25 € × 1,19 = 29,75 €. Der Rechner oben macht diesen Schritt automatisch und lässt dich zwischen 19 % und 7 % umschalten.

Marge und Aufschlag: der Unterschied, den viele verwechseln

Marge und Aufschlag beschreiben denselben Rohgewinn (Verkaufspreis minus Einkaufspreis), rechnen ihn aber auf eine andere Basis. Genau hier passiert der häufigste Kalkulationsfehler:

Aufschlag = (VK − EK) ÷ EK  →  bezogen auf den Einkauf

Marge / Handelsspanne = (VK − EK) ÷ VK  →  bezogen auf den Verkauf

Weil der Verkaufspreis immer größer ist als der Einkaufspreis, ist derselbe Gewinn als Aufschlag stets eine höhere Prozentzahl als als Marge. Ein paar Umrechnungen zur Orientierung:

Aufschlag (auf EK)Marge (auf VK)
25 %20 %
50 %33,3 %
100 %50 %
150 %60 %
300 %75 %

Umrechnen kannst du beides direkt: Marge = Aufschlag ÷ (1 + Aufschlag) und Aufschlag = Marge ÷ (1 − Marge). Wer „50 % will" und den Aufschlag meint, aber die Marge eingibt (oder umgekehrt), verkalkuliert sich schnell um zweistellige Prozentpunkte. Der Rechner oben lässt dich deshalb bewusst zwischen beiden Basen umschalten.

Deckungsbeitrag: was am Ende wirklich übrig bleibt

Die Handelsmarge vergleicht nur Einkaufs- und Verkaufspreis. Im E-Commerce ist das gefährlich unvollständig, denn jede Bestellung verursacht weitere variable Kosten: Versand, Verpackung, Zahlungsgebühren und - über die Retourenquote - auch zurückgeschickte Ware. Der Deckungsbeitrag rechnet diese Kosten ehrlich mit:

Deckungsbeitrag = VKnetto − EK − Versand − Verpackung − Zahlungsgebühr

Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der pro verkaufter Einheit zur Deckung deiner Fixkosten (Miete, Löhne, Software, Marketing) übrig bleibt - erst was darüber hinausgeht, ist Gewinn. Eine scheinbar gesunde 60-%-Marge kann nach 4,90 € Versand, 0,50 € Verpackung und rund 2 % Zahlungsgebühren deutlich schrumpfen, bei niedrigen Warenkorbwerten sogar ins Minus kippen. Genau das rechnet dir das Modul „Was bleibt wirklich übrig?" im Rechner vor - inklusive der Wirkung deiner Retourenquote.

Verkaufspreis rückwärts kalkulieren

Oft steht der Verkaufspreis nicht frei zur Wahl, sondern ist durch den Markt oder Wettbewerb vorgegeben. Dann drehst du die Rechnung um: Bei bekanntem Ziel-Verkaufspreis und gewünschter Marge ergibt sich, wie teuer der Einkauf höchstens sein darf - max. EK = VKnetto × (1 − Marge). So prüfst du vor der Bestellung beim Lieferanten, ob ein Produkt bei deiner Zielmarge überhaupt funktioniert. Der Modus „Max. Einkaufspreis" im Rechner macht genau das.

Sauberes Pricing ist die Grundlage jedes profitablen Shops - und hängt eng mit deinen laufenden Kosten zusammen. Wie sich Verkaufspreise, Plattform-Gebühren und Umsetzung im Shopify-Alltag zusammensetzen, ist genau meine Arbeit:

Häufige Fragen zur Verkaufspreis-Kalkulation

Die wichtigsten Antworten zu Marge, Aufschlag, Handelsspanne und Deckungsbeitrag.

Wie berechne ich den Verkaufspreis aus dem Einkaufspreis?

Du schlägst auf den Einkaufspreis (netto) entweder einen Aufschlag oder eine Ziel-Marge auf. Über den Aufschlag: Verkaufspreis = Einkaufspreis × (1 + Aufschlag). Über die Marge: Verkaufspreis = Einkaufspreis ÷ (1 − Marge). Beispiel bei 10 € EK: mit 150 % Aufschlag ergibt sich ein Netto-Verkaufspreis von 25 €, was einer Marge von 60 % entspricht. Auf den Netto-Preis kommt zum Schluss noch die Mehrwertsteuer (19 % oder 7 %) für den Bruttopreis, den der Kunde zahlt.

Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?

Beide messen denselben Rohgewinn, aber auf einer anderen Basis. Der Aufschlag (auch Kalkulationszuschlag) rechnet den Gewinn auf den Einkaufspreis: Aufschlag = (VK − EK) ÷ EK. Die Marge (Handelsspanne) rechnet ihn auf den Verkaufspreis: Marge = (VK − EK) ÷ VK. Deshalb ist derselbe Euro-Betrag als Aufschlag immer eine größere Prozentzahl als als Marge: 150 % Aufschlag sind nur 60 % Marge. Wer beides verwechselt, kalkuliert seine Preise systematisch zu niedrig.

Wie berechne ich die Handelsspanne?

Die Handelsspanne ist der Fachbegriff für die Marge im Handel und wird auf den Verkaufspreis bezogen: Handelsspanne = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis × 100. Bei 25 € Verkaufspreis netto und 10 € Einkaufspreis sind das (25 − 10) ÷ 25 = 60 %. Handelsspanne und (Brutto-)Marge meinen im Kern dasselbe: den Rohgewinn-Anteil am Umsatz.

Was ist der Deckungsbeitrag und wie unterscheidet er sich von der Marge?

Der Deckungsbeitrag ist der Verkaufspreis minus alle variablen Kosten einer verkauften Einheit - also nicht nur der Einkaufspreis, sondern auch Versand, Verpackung und Zahlungsgebühren. Er zeigt, was pro Bestellung übrig bleibt, um deine Fixkosten (Miete, Löhne, Marketing) zu decken; was darüber hinausgeht, ist Gewinn. Die reine Handelsmarge betrachtet nur EK gegen VK und blendet diese Nebenkosten aus, weshalb sie den tatsächlichen Beitrag im E-Commerce deutlich überschätzt.

Ist der Einkaufspreis im Rechner netto oder brutto?

Der Einkaufspreis wird netto eingegeben, also ohne Vorsteuer. Als Unternehmer ziehst du die beim Einkauf gezahlte Mehrwertsteuer als Vorsteuer wieder ab, deshalb kalkulierst du deine Marge immer auf Netto-Basis. Auch der Verkaufspreis wird für die Marge netto gerechnet; die Mehrwertsteuer legt der Rechner erst am Ende für den Bruttopreis oben drauf. In den Modi „Marge" und „Max. Einkaufspreis" kannst du umschalten, ob dein eingegebener Verkaufspreis netto oder brutto ist.

Welche Marge ist im E-Commerce gut?

Einen allgemeingültigen Zielwert gibt es nicht, er hängt stark von Sortiment und Geschäftsmodell ab. Im Handel wird oft eine Bruttomarge von 50 bis 65 % angepeilt, im Dropshipping teils weniger, bei Eigenmarken deutlich mehr. Entscheidend ist aber nicht die Handelsmarge, sondern der Deckungsbeitrag: Erst wenn Versand, Zahlungsgebühren und Retouren abgezogen sind, siehst du, ob die Kalkulation trägt. Eine „schöne" 60-%-Marge kann nach diesen Kosten schnell zu einem knappen oder negativen Deckungsbeitrag werden.