GEO für Online-Shops: Wie ChatGPT Händler auswählt
Wer ChatGPT fragt, wo er ein Produkt kaufen soll, bekommt zwei oder drei Händler genannt. Welche das sind, hängt an der Suche dahinter und an den Seiten, die über den Shop schreiben.
Dieser Artikel wertet 24.957 Läufe über die ChatGPT-Oberfläche mit 64 Kauf-Fragen aus: welche Händler genannt werden, woher die Empfehlung kommt, wie oft Produktkarten erscheinen und was ChatGPT Shopping für Shops in Deutschland bedeutet.
GEO für Online-Shops ist die Arbeit daran, dass ein Shop und seine Produkte in den Antworten von KI-Systemen vorkommen. Bei einer Kaufanfrage nennt ChatGPT Händler im Antworttext, setzt Quellen darunter und zeigt in vielen Fällen Produktkarten mit Preis und Anbieter. Für einen Shop sind das drei verschiedene Stellen mit drei verschiedenen Ursachen.
Zu ChatGPT Shopping und Agentic Commerce gibt es viele Ankündigungen und wenige Messungen aus Deutschland. Im AI Mention Index frage ich seit September 2026 täglich 64 Kauf-Fragen zu Smartphones und Handytarifen über die ChatGPT-Oberfläche ab und protokolliere, welche Händler genannt werden, welche Quellen darunter stehen und ob Produktkarten erscheinen. Grundlage dieses Artikels sind 24.957 Läufe vom 06.09. bis 01.10.2026, ausgeloggt, mit Standort Deutschland.
Ich betreibe selbst einen Shopify-Shop und war zuvor Director E-Commerce bei mobilezone Deutschland (Sparhandy, DEINHANDY). Die Daten stammen aus einem Sektor und einem System. Was sich davon auf andere Shops übertragen lässt, steht im vorletzten Kapitel.
Was GEO für Online-Shops bedeutet
Generative Engine Optimization baut auf SEO auf. ChatGPT löst bei Kaufanfragen in 94,7 % der Läufe eine Web-Suche aus und baut die Antwort aus den Treffern. Ein Shop, der für diese Suchen nicht gefunden wird, kommt in der Antwort nur vor, wenn andere Seiten über ihn schreiben.
Für einen Shop gibt es in einer Antwort drei Stellen. Sie entstehen auf unterschiedlichen Wegen, deshalb gehören unterschiedliche Maßnahmen dazu.
| Stelle | Was der Nutzer sieht | Woher es kommt |
|---|---|---|
| Empfehlung | Der Shop wird im Antworttext als Händler genannt, im besten Fall zuerst | Aus den Seiten, die ChatGPT gefunden hat, und aus dem, was das Modell über den Markt weiß |
| Quelle | Eine Seite des Shops steht als Beleg unter der Antwort | Aus der Web-Suche: Die Seite wurde gefunden und enthält die gesuchte Angabe |
| Produktkarte | Produkt mit Bild, Preis und Händlern als eigenes Element | Aus einer eigenen Produktsuche mit Produktdaten und Feeds |
Die folgenden drei Kapitel behandeln Empfehlung und Quelle, weil sie sich mit den Index-Daten messen lassen. Die Produktkarten folgen im Kapitel zu ChatGPT Shopping.
Wie ChatGPT bei Kaufanfragen Händler auswählt
Die Hälfte der 64 Prompts fragt ausdrücklich nach einem Shop, zum Beispiel: "Bei welchem Händler oder Online-Shop bekomme ich das Samsung Galaxy S25 mit Vertrag am günstigsten?" In 91 % dieser Läufe nennt ChatGPT mindestens einen Händler, im Mittel sind es 2,45. Die andere Hälfte fragt in Nutzersprache ohne das Wort Shop. Dort fällt in 45 % der Läufe ein Händlername.
Genannt werden Shops, nicht Preisvergleiche
Über alle Läufe entfallen 33.768 Händler-Nennungen auf Shops und 6.804 auf Vergleichsportale. Das sind 83 % für Shops. Auf die Frage, wo man kaufen soll, antwortet ChatGPT also überwiegend mit Händlern, bei denen man bestellen kann. Große Marktplätze und Preisvergleiche spielen in diesem Sektor fast keine Rolle: Idealo kommt in 0,4 % der Läufe vor, Amazon in 0,3 %, Otto und eBay liegen unter 0,1 %.
Genannt zu werden ist noch keine erste Empfehlung
Acht Händler kommen in mehr als 8 % aller Läufe vor. Wie oft sie dabei an erster Stelle stehen, unterscheidet sich stark.
Saturn steht in 2.127 Läufen in der Antwort und ist 17-mal die erste Empfehlung. Check24 wird in 4.526 Läufen genannt und steht in 2.814 davon vorn. Gomibo und Handyhelden stehen in mehr als der Hälfte ihrer Nennungen an erster Stelle, Logitel in knapp einem Drittel. Für die Auswertung heißt das: Der Anteil der Nennungen allein sagt wenig. Die Position in der Antwort gehört als zweite Kennzahl dazu.
Stammplätze sind selten
Für die 32 Shop-Fragen ergeben sich 488 Paare aus Prompt und Händler, die mindestens einmal zusammen vorkamen. Nur 8 davon, also 1,6 %, erreichen einen Stammplatz mit Nennung in über 80 % der Läufe. 255 Paare, gut die Hälfte, liegen unter 5 % und sind Zufallstreffer.
Die acht Stammplätze gehören zu spezifischen Fragen: Sparhandy bei "Telekom Vertrag mit neuem Handy" und beim Galaxy S25 mit Vodafone-Vertrag, Gomibo bei zwei Geräten von Honor und Vivo, Check24 bei der allgemeinen Frage nach einem Shop oder Vergleichsportal. Je genauer die Frage ein Sortiment trifft, das wenige Händler führen, desto stabiler die Antwort.
Wer nie vorkommt
Von 52 Shops und Portalen im Wörterbuch des Index tauchen neun in 24.957 Läufen kein einziges Mal auf, 26 weitere in weniger als 1 % der Läufe. Bei dieser Zahl an Wiederholungen ist das kein Zufall. Ein einzelner Abruf zeigt dagegen wenig, weil die Antworten von Lauf zu Lauf wechseln. Wie viele Wiederholungen eine belastbare Zahl braucht, steht im Artikel zu Prompt Tracking.
Woher die Empfehlung kommt
Naheliegend wäre, dass ChatGPT einen Shop empfiehlt, weil es dessen Seite gefunden und gelesen hat. Die Daten zeigen etwas anderes. In den Läufen mit Quellenangaben wird 27.652-mal ein Shop genannt. Dessen eigene Domain steht nur in 23,8 % der Fälle im selben Lauf unter den Quellen. In drei von vier Fällen stützt sich die Empfehlung auf andere Seiten.
Ein Vergleichsportal wie Check24 ist meist selbst die Quelle seiner Empfehlung. Ein Shop ist es selten. In den Läufen, in denen Sparhandy genannt, sparhandy.de aber nicht zitiert wird, stammen die Quellen vor allem von Vergleichs- und Deal-Portalen, von den Seiten der Mobilfunkanbieter und von Ratgebern. ChatGPT liest dort, welcher Händler das Angebot führt, und gibt den Namen weiter.
Wer gefunden wird, wird meist auch zitiert
Dazu passt eine zweite Messung. Für jede Domain lässt sich zählen, wie oft sie in den Suchtreffern eines Laufs stand und wie oft sie dann auch als Quelle verwendet wurde.
Steht eine Shop-Seite in den Suchtreffern, wird sie in 60 bis 91 % der Läufe auch zitiert, Ratgeber und Vergleiche in 84 bis 94 %. Der Unterschied ist kleiner, als man erwarten würde. Dass Shops so selten Quelle ihrer eigenen Empfehlung sind, liegt deshalb vor allem daran, dass ihre Seiten gar nicht erst in den wenigen Suchtreffern stehen.
Wie schnell eine neue Seite als Quelle auftaucht
Ein Beispiel aus einem eigenen Projekt: ein neues Vergleichsportal für Handys mit Vertrag, das am 17.09.2026 online ging. Am Tag danach wurde es von ChatGPT zum ersten Mal als Quelle zitiert. In den 13 Tagen bis zum 30.09. stand es bei den 18 Prompts zu Samsung-Geräten in 53,5 % der Läufe unter den Quellen.
Der Fall zeigt: Als Quelle zitiert zu werden geht schnell, wenn eine Seite die Frage direkt beantwortet und für die Suchanfragen von ChatGPT gefunden wird.
Wie ChatGPT im Shop nachprüft
Die eigene Seite des Shops kommt an einer anderen Stelle ins Spiel. In drei von vier Läufen stellt ChatGPT genau eine Suchanfrage: Produkt, Absicht, "Deutschland" und die Jahreszahl. Sucht es weiter, ändern sich die Suchanfragen. Aus der offenen Suche werden gezielte Abfragen einzelner Händler-Domains.
Samsung Galaxy S25 Vertrag günstig Deutschland 2026 Septembersite:deinhandy.de Samsung Galaxy S25 Vertrag 128 GB 2026 22,99 39,99"Samsung Galaxy S25" "19,99" "139,00" otelo 50 GBsite:logitel.de/handy-angebote/ "Galaxy S25 5G 128 GB" "otelo" "19,99" "139,00"
Das sind vier von acht Suchanfragen aus einem einzigen Lauf. ChatGPT hat ein Angebot mit 19,99 Euro monatlich und 139 Euro Zuzahlung gefunden und prüft, ob es das beim Händler wiederfindet. 45 % der Folge-Suchanfragen enthalten eine site:-Einschränkung, 42 % Anführungszeichen, 37 % einen konkreten Preis. Die häufigsten Ziele sind Shops: sparhandy.de, mediamarkt.de, gomibo.de und deinhandy.de.
Ob die Nachprüfung gelingt, hängt an der Seite. Nach einer gezielten Abfrage wird die Domain je nach Händler in 24 % bis 64 % der Fälle auch zitiert. Ein Preis, der nur in einem Rechner oder nach einem Klick erscheint, wird bei einer Suche nach der exakten Zahl nicht gefunden.
Die Händlernamen in diesen Abfragen hat der Nutzer nicht genannt. ChatGPT schreibt MediaMarkt in 292 Suchanfragen, Saturn in 218, Sparhandy in 188 und Check24 in 177, ohne dass die Marke im Prompt stand. Das Modell bringt eine Vorstellung davon mit, welche Händler in einem Markt relevant sind, und sucht entlang dieser Vorstellung. Die vollständige Auswertung steht im Artikel zu Query Fan-out.
ChatGPT Shopping: Produktkarten, Feeds und Checkout
ChatGPT Shopping bezeichnet die Produktsuche innerhalb von ChatGPT. Bei einer Kaufanfrage erscheinen neben dem Antworttext Produktkarten mit Bild, Preis und einer Liste von Händlern. Die Karten kommen aus einer eigenen Produktsuche und nicht aus den Textstellen der Websites, die unter der Antwort als Quelle stehen.
Wie oft Produktkarten erscheinen
In 13.850 von 24.957 Läufen, also in 55,5 %, enthielt die Antwort Produktkarten. Entscheidend ist, ob die Frage auf ein konkretes Produkt zielt.
Die Spanne je Prompt reicht von 0,8 % bei der allgemeinen Frage nach einem Shop für Handyverträge bis 81 % bei der Frage nach einem Smartphone mit guter Kamera. Je Tag schwankt der Anteil zwischen 38 % und 80 %. Ob die Frage das Wort Shop enthält, spielt keine Rolle: 55,4 % ohne, 55,6 % mit.
Zwei weitere Messwerte ordnen die Karten ein. Sie erscheinen auch in Läufen ohne Web-Suche, dort in 45 % der Fälle. Das stützt die Beobachtung von David Konitzny (Peec AI), dass ChatGPT für Produkte eine eigene Suche mit eigener Datenbasis nutzt, getrennt von der Web-Suche. Und Anzeigen enthielt im Messzeitraum kein einziger Lauf. OpenAI dokumentiert inzwischen ein eigenes Anzeigenprodukt für ChatGPT. In der ausgeloggten Oberfläche mit Standort Deutschland war davon nichts zu sehen.
Der Index erfasst, ob Produktkarten in einer Antwort standen. Welche Händler in den Karten gelistet waren, wertet er nicht aus. Alle Händler-Zahlen in diesem Artikel beziehen sich auf den Antworttext und die Quellen.
Woher die Produktdaten kommen
Die folgenden Angaben stammen aus der Dokumentation von OpenAI und Shopify, abgerufen am 02.10.2026. Sie ändern sich häufig.
| Weg | Was dokumentiert ist | Für Shops in Deutschland |
|---|---|---|
| Web-Suche | OpenAI crawlt mit dem OAI-SearchBot. Seiten, die ihn in der robots.txt aussperren, erscheinen nicht in den Suchantworten von ChatGPT. | Verfügbar. Das ist der Weg, den meine Daten messen. |
| Produkt-Feed | Händler liefern Titel, Beschreibung, Bilder, Preis und Verfügbarkeit als Datei oder per API. Das Einreichen ist zugelassenen Partnern vorbehalten, die Bewerbung läuft über ein Formular. | Offen. Die Dokumentation nennt keine Länderliste. |
| Shopify Catalog | Shopify übergibt Produktdaten berechtigter Shops automatisch an ChatGPT. Voraussetzung ist, dass der Shop an Kunden in den USA verkauft. | Nur für Shops, die auch in die USA verkaufen. |
| Checkout | OpenAI spezifiziert im Agentic Commerce Protocol einen Checkout in ChatGPT. Shopify beschreibt ChatGPT als Kanal für die Produktsuche: Der Kauf wird im Checkout des eigenen Shops abgeschlossen. | In meinen Läufen führt jede Empfehlung zum Shop des Händlers. |
Quellen: OpenAI, Dokumentation zu Agentic Commerce, Bewerbungsformular für Händler, Shopify Help Center, Verkauf auf ChatGPT.
Wie die Auswahl zustande kommt, beschreibt OpenAI in seinem Hilfe-Artikel zum Einkaufen mit ChatGPT (Stand 02.10.2026):
- Produktergebnisse sind keine Anzeigen. ChatGPT wählt sie nach eigener Angabe unabhängig aus, ohne Einfluss von Partnerschaften. Anzeigen sind davon getrennt.
- Grundlage der Auswahl sind strukturierte Produktdaten wie Preis und Beschreibung von Händlern und Drittanbietern, weitere Inhalte Dritter und das, was das Modell vor der Suche schon antwortet.
- Die Händlerliste zu einem Produkt entsteht aus Händler- und Produktdaten von Drittanbietern oder direkt von den Händlern. Die Reihenfolge richtet sich nach Verfügbarkeit, Preis, Qualität und danach, ob der Händler Hersteller oder Hauptverkäufer ist.
- Preise kommen von Drittanbietern und können hinter dem Stand des Shops zurückliegen. Der Preis in der ersten Antwort ist der des zuerst gelisteten Händlers, nicht unbedingt der niedrigste.
- Shopify-Shops: Laut OpenAI sind ihre Produktdaten über den Shopify Catalog bereits eingebunden, ohne Zutun des Händlers. Shopify selbst nennt als Voraussetzung den Verkauf an Kunden in den USA.
Für einen Shop in Deutschland folgt daraus eine klare Reihenfolge. Der Weg über die Web-Suche steht jedem Shop offen und lässt sich heute bearbeiten. Der Weg über einen eigenen Feed hängt an einer Zulassung, deren Bedingungen für Deutschland nicht dokumentiert sind. Die Produktdaten, die ein Feed braucht, sind dieselben, die Google Shopping und strukturierte Daten auf der Produktseite verlangen: eindeutiger Titel, Preis, Verfügbarkeit, Varianten, Bilder. Wer sie sauber pflegt, ist für beide Wege vorbereitet.
Agentic Commerce: eine Einordnung
Agentic Commerce bezeichnet Einkäufe, bei denen ein KI-Agent Teile des Kaufs übernimmt. In der Fachdiskussion werden drei Stufen unterschieden (Bliey und Chatwin, 2026):
- Empfehlen
- Der Agent schlägt Produkte und Händler vor, der Mensch kauft selbst. Das ist der Stand, den die Daten in diesem Artikel beschreiben.
- Vorbereiten
- Der Agent füllt Warenkorb und Checkout, ein Mensch bestätigt den Kauf. Shopify dokumentiert dafür einen direkten Checkout im Google AI Mode, in Gemini und in Microsoft Copilot. Für Google setzt er laut Shopify Help Center einen Shop mit Sitz in den USA voraus.
- Selbstständig kaufen
- Der Agent bestellt innerhalb eines Budgets ohne Rückfrage. Haftung und Regulierung sind dafür nicht geklärt.
Hinter den Stufen stehen Protokolle, über die Agenten und Shops Daten austauschen: das Agentic Commerce Protocol von OpenAI und das Universal Commerce Protocol, das Shopify gemeinsam mit Google entwickelt. Olaf Kopp ordnet die Protokollfrage als nachrangig ein: Ob ein System Produktdaten von der Website, aus dem Feed oder über eine Schnittstelle bezieht, es braucht auf allen Wegen dieselben vollständigen Angaben zum Produkt.
Für Shops in Deutschland ist heute die erste Stufe relevant. Die Arbeit daran ist die Arbeit an Sichtbarkeit in der Suche, an Präsenz auf den zitierten Seiten und an Produktdaten. Sie ist zugleich die Vorbereitung auf die zweite Stufe, falls sie hier verfügbar wird.
Was du im Shop tun kannst
Die Reihenfolge folgt dem Weg, auf dem eine Empfehlung entsteht. Wer bei einem frühen Schritt ausfällt, gewinnt mit den späteren wenig.
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Crawler zulassen und Inhalte ins HTML bringen
Prüfe in der robots.txt und in der Firewall, ob der OAI-SearchBot deine Seiten abrufen darf, und ob Titel, Preis und Verfügbarkeit ohne JavaScript im HTML stehen. Das ist Technical SEO und die Voraussetzung für alles Weitere.
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Für die erste Suchanfrage ranken
In drei von vier Läufen stellt ChatGPT eine einzige Suche aus Produkt, Absicht, Land und Jahr. Kategorie- und Produktseiten, die für diese Suchanfragen in den Ergebnissen stehen, kommen in die Auswahl. Wie das für Shopify-Shops aussieht, steht auf der Seite zu Shopify SEO.
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Die zitierten Seiten kennen
Drei von vier Shop-Empfehlungen stützen sich nicht auf die Seite des Shops. Finde heraus, welche Vergleichsportale, Ratgeber und Medien ChatGPT zu deinen Produkten zitiert, und ob dein Shop dort mit aktuellen Angeboten vorkommt. In vielen Sortimenten sind das dieselben Seiten, über die schon heute Affiliate- und PR-Arbeit läuft.
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Preise und Konditionen als Text ausgeben
Die Nachprüfungen suchen nach exakten Zahlen. Produktname, Variante, Preis, Versandkosten und Lieferzeit gehören als lesbarer Text auf eine eigene, auffindbare Seite je Produkt. Angebote, die nur in Filtern, Rechnern oder nach einem Klick existieren, werden nicht gefunden.
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Kauf-Fragen direkt beantworten
Ratgeber und Vergleiche sind die Seiten, auf die sich viele Antworten stützen, weil sie eine Frage beantworten. Ein Shop kann das auch: Kategorieseiten und Ratgeber im Shop, die Auswahlkriterien nennen, Produkte vergleichen und ein Ergebnis mit Preis und Stand angeben.
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Produktdaten vollständig pflegen
Eindeutige Titel, Kennungen wie GTIN, Varianten, Preis und Verfügbarkeit im Feed und als strukturierte Daten auf der Produktseite. Das zahlt heute auf Google Shopping ein und ist die Grundlage für jeden Feed, den ein KI-System annimmt.
Ob die Schritte wirken, zeigt eine laufende Messung mit einem festen Set an Kauf-Fragen. Wo dein Shop bei diesen sechs Punkten steht, ist Gegenstand eines GEO Audits. Wenn du die Umsetzung nicht selbst übernehmen willst, findest du mein Angebot auf der Seite GEO Freelancer.
Was sich auf andere Shops übertragen lässt
Die Daten stammen aus einem Sektor mit besonderen Eigenschaften. Ein Handy mit Vertrag ist ein Bündel aus Gerät und Tarif, der Preis hängt von der Kombination ab, und der Markt hat eine dichte Schicht aus Vergleichs- und Deal-Portalen.
| Übertragbar | Nicht ohne eigene Messung übertragbar |
|---|---|
| Der Ablauf: Web-Suche, Auswahl der Quellen, Antwort. Er ist eine Eigenschaft des Systems. | Die Größenordnungen. Der Anteil der Produktkarten und die Zahl der genannten Händler hängen vom Produkt ab. |
| Die Trennung von Empfehlung, Quelle und Produktkarte. | Die Rolle der Portale. In Sortimenten ohne Vergleichsseiten stützt sich die Antwort auf andere Quellen, etwa Testberichte oder Foren. |
Die Nachprüfung mit site: und exakten Preisen. Sie hängt an der Kauffrage und nicht am Produkt. | Die Rolle der Marktplätze. Dass Amazon und Idealo hier kaum vorkommen, liegt am Vertragsgeschäft. |
| Die Streuung. Antworten wechseln von Lauf zu Lauf, Stammplätze sind selten. | Das Verhalten anderer Systeme. Für den Google AI Mode und AI Overviews habe ich keine eigenen Reihen. |
- Ausgeloggt: Gemessen ist die ChatGPT-Oberfläche ohne Konto mit Standort Deutschland. Eingeloggte Nutzer mit Verlauf und gespeicherten Vorlieben können andere Antworten bekommen.
- Wörterbuch: Die Erkennung beruht auf 52 Shops und Portalen. Händler, die dort fehlen, werden nicht gezählt.
- Eigene Beteiligung: Sparhandy und DeinHandy gehören zur freenet Group. Die Werte in diesem Artikel sind die Messwerte des Index, die für alle Händler nach demselben Verfahren entstehen.
Den laufenden Stand der Messung findest du im AI Mention Index, die Methode in der Methodik.
Häufige Fragen zu GEO für Online-Shops
Kurzantworten zu ChatGPT Shopping, Feeds, Checkout und Agentic Commerce.
Was ist GEO für Online-Shops?
GEO für Online-Shops ist die Arbeit daran, dass ein Shop und seine Produkte in den Antworten von KI-Systemen wie ChatGPT oder dem Google AI Mode vorkommen: als empfohlener Händler im Antworttext, als zitierte Quelle unter der Antwort oder als Produktkarte mit Preis und Händler. GEO baut auf SEO auf, denn die Systeme suchen im Web und können nur verwenden, was sie dort finden.
Was ist ChatGPT Shopping?
ChatGPT Shopping bezeichnet die Produktsuche innerhalb von ChatGPT. Bei einer Kaufanfrage zeigt ChatGPT neben dem Antworttext Produktkarten mit Bild, Preis und Händlern. In meinen Messungen zu Smartphones und Handytarifen erschienen Produktkarten in 55,5 % von 24.957 Läufen, bei Fragen nach einem konkreten Gerät in 60 %, bei reinen Tariffragen in 37 %.
Kann ich in Deutschland einen Produkt-Feed bei ChatGPT einreichen?
Laut der Entwickler-Dokumentation von OpenAI (Stand 02.10.2026) ist das Einreichen von Produkt-Feeds zugelassenen Partnern vorbehalten, Händler können sich über ein Formular bewerben. Eine Länderliste nennt die Dokumentation nicht. Ob und wann Bewerbungen aus Deutschland angenommen werden, ist damit offen.
Sind Shopify-Shops automatisch in ChatGPT?
Shopify übergibt Produktdaten über den Shopify Catalog an ChatGPT. Laut Shopify Help Center (Stand 02.10.2026) ist Voraussetzung, dass der Shop an Kunden in den USA verkauft. Unabhängig davon kann ChatGPT einen Shop über die normale Web-Suche finden und im Antworttext empfehlen. Das ist der Weg, den ich in Deutschland messe.
Kann man in ChatGPT direkt kaufen?
OpenAI dokumentiert im Agentic Commerce Protocol einen Checkout innerhalb von ChatGPT. Für Shopify-Shops beschreibt das Shopify Help Center ChatGPT dagegen als Kanal für die Produktsuche: Der Kauf wird im Checkout des eigenen Shops abgeschlossen. In meinen Läufen aus Deutschland führt jede Empfehlung zum Shop des Händlers.
Zeigt ChatGPT Anzeigen in Shopping-Ergebnissen?
In 24.957 Läufen über die ausgeloggte ChatGPT-Oberfläche mit Standort Deutschland vom 06.09. bis 01.10.2026 enthielt kein einziger Lauf eine Anzeige. OpenAI dokumentiert inzwischen ein eigenes Anzeigenprodukt für ChatGPT. Die Produktkarten sind davon getrennt.
Warum empfiehlt ChatGPT meinen Shop nicht?
Drei Ursachen kommen in Frage. Der Shop wird für die Suchanfragen, die ChatGPT stellt, nicht gefunden. Er wird gefunden, aber auf den Vergleichs- und Ratgeberseiten, auf die sich die Antwort stützt, kommt er nicht vor. Oder das Modell kennt die Marke nicht als relevanten Händler und sucht deshalb nicht gezielt nach ihr. Welche Ursache zutrifft, zeigt sich, wenn dieselben Kauf-Fragen mehrfach abgefragt und die Quellen ausgewertet werden.
Was ist Agentic Commerce?
Agentic Commerce bezeichnet Einkäufe, bei denen ein KI-Agent Teile des Kaufs übernimmt. Üblich ist die Einteilung in drei Stufen: Der Agent empfiehlt Produkte, der Agent füllt den Warenkorb und ein Mensch bestätigt, oder der Agent kauft selbstständig innerhalb eines Budgets. Für Shops in Deutschland ist heute die erste Stufe relevant.
Let's talk
Wenn du wissen willst, ob ChatGPT deinen Shop bei den Kauf-Fragen deiner Kunden nennt und auf welche Seiten es sich dabei stützt: Schreib mir kurz, um welches Sortiment es geht. Der Austausch ist unverbindlich.
Oder direkt per WhatsApp:
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